April-Gruppe kündigt umfangreiche Umstrukturierung an

Firmensitz von Abril in São Paulo / Copyright: Wikimedia Commons, FlaviaC

Firmensitz von Abril in São Paulo / Copyright: Wikimedia Commons, FlaviaC

Der größte brasilianische Zeitschriftenverlag Abril, an dem auch der südafrikanische Medienkonzern Naspers beteiligt ist, hat am Freitag (7.6.) umfassende Restrukturierungsmaßnahmen angekündigt. Damit sollen laut Unternehmensangaben ein besseres “Gleichgewicht zwischen der Inhalteproduktion für Print und Digital” sowie eine “Ressourcenrationalisierung” erreicht werden. Das ist als Folge des auch in Brasilien stattfindenden Medienstrukturwandels zu sehen.

Im Rahmen der Restrukturierung wird die Anzahl der Geschäftsbereiche von zehn auf fünf reduziert, und zwar in Veja (größtes brasilianisches wöchentliches Nachrichtenmagazin), Exame (Wirtschaftszeitschrift), Abril Segmentadas (Abril – Segmente), Assinaturas (Abonnements) und Novos Negócios Digitais (neue digitale Geschäftsfelder). Mit der neuen Struktur werden die Bereiche direkt dem Vorstandsvorsitzenden, Fábio Barbosa, zugeordnet. Außerdem wird Victor Civita Neto, der Sohn des kürzlich verstorbenen Veja-Gründers und vormaligen Abril-Chairman Roberto Civita, neuer Vorsitzender des Redaktionsbeirats.

Mit der Fusion der Geschäftsbereiche werden sechs obere Führungskräfte das Unternehmen verlassen. Insgesamt wurde 70 Angestellten gekündigt. Unbestätigte Branchengerüchte gehen davon aus, dass etwa elf Zeitschriften eingestellt werden könnten, u.a. Playboy, der Jugendtitel Capricho sowie das Promimagazin Contigo. (tfb)

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Amazon-Launch in Brasilien wieder verschoben

Screenshot der brasilianischen Amazon-Seite amazon.com.br

Screenshot der brasilianischen Amazon-Seite amazon.com.br

Der vollständige Start des Online-Händlers Amazon in Brasilien wurde laut Informationen des Nachrichtenmagazins Veja auf Anfang 2014 verschoben.

Der Launchtermin wurde schon mehrfach geändert, zuletzt war von Ende dieses Jahres gesprochen worden. Ende 2012 hat Amazon bereits eine portugiesischsprachige Website unter der Domain amazon.com.br gestartet, über die jedoch bis lang lediglich e-books erworben werden können. Die dazugehörenden Kindle-Lesegeräte werden an eigenen Ständen in diversen Shopping-Centern in Rio de Janeiro und São Paulo sowie in anderen Online-Stores, zu denen auf amazon.com.br momentan verlinkt wird, verkauft.

Außerdem verfügt das Unternehmen inzwischen über eine Tochtergesellschaft und ein Büro in São Paulo. (tfb)

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E-Commerce wird in Brasilien strenger reguliert

Online-Shopping in Brasilien hat einen hohen Stellenwert / © DigitalGenetics - Fotolia.com

Online-Shopping in Brasilien wird gesetzlich stärker reguliert / © DigitalGenetics – Fotolia.com

Am 14. Mai trat in Brasilien ein neues Gesetz in Kraft (Decreto Federal 7.962/13), das den elektronische Handel schärferen Regeln unterwirft. Bis lang gibt es in Brasilien kein Regelungen, die exklusiv für E-Commerce gelten. Durch das neue Gesetz sollen nun Lücken geschlossen werden, die das Verbraucherschutzrecht bis lang nicht abbildet.

Eine der neuen Regeln legt fest, dass Firmen, die über das Internet verkaufen an einer leicht zu findenden Stelle Basisinformationen wie Firmenname, Adresse, Steuernummer des Unternehmens aufführen müssen.

Darüber hinaus ist jetzt die Existenz eines Kundenservices vorgeschrieben, an den Reklamationen gesendet und Rückfragen zum Kaufvertrag, Produkt oder der Dienstleistung gestellt werden können. Bei Gruppenkaufseiten (wie bspw. Groupon) muss die Minimumanzahl der notwendigen Käufer genannt werden, um die Sonderkonditionen zu erhalten.

Außerdem werden E-Commerce-Firmen jetzt verpflichtet, bestimmte Verbraucherschutzregelungen umzusetzen, wie die Rückgabemöglichkeit ohne Angabe von Gründen innerhalb von sieben Werktagen und das Abholen dieser Ware ohne Kosten für den Kunden.

Geplant, aber noch nicht verabschiedet, ist ein Gesetzestext, der bei bestimmten Produkten eine sofortige Problemlösung des Verkäufers vorsieht, solange sich die Ware noch innerhalb der Garantie befindet. Diese Produktliste soll innerhalb von 30 Tagen nun von der Bundesverbraucherkammer (Câmara Nacional de Relações de Consumo) erstellt werden.

Für die Zukunft wird mit weiteren Regelungen für den E-Commerce in Brasilien gerechnet. (tfb)

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B2W startet in Lizenz den Fußball-WM-Online-Shop

B2W-FIFA-Online-Store für die Fußball-WM in Brasilien / ScreenshotVor wenigen Tagen, etwa einen Monat vor dem Beginn der Turniere des Konförderationen-Pokals (Confed-Cup) in Brasilien hat die größte brasilianische E-Commerce-Gruppe B2W mit Lizenz der FIFA eine Online-Verkaufsplattform für Fußball- und Sportprodukte gelauncht. Zu den angebotenen Produkten gehören Shirts, Rucksäcke, Fußbälle, Flip Flops und Spielzeug.

Der Shop bietet zu Beginn FIFA-Lizenzprodukte des Confed-Cups 2013 und der Fußball-WM 2014 an, soll aber zukünftig um Waren zum FIFA Interactive World Cup, der U20-WM in der Türkei sowie der Beach-Fußball-WM auf Tahiti erweitert werden.

Zur B2W-Gruppe gehören u.a. die Online-Shops Americanas, Submarino und Shoptime. Im letzten Jahr hat der Online-Händler einen Umsatz in Höhe von 5,4 Millionen Real (rund 2,1 Millionen Euro) erreicht, 15.3 Prozent mehr als in 2011. Für 2013 bis 2015 plant er die Eröffnung von zehn neuen Vertriebszentren sowie ein Investment von über eine Milliarde Real in Technologie, Innovation und Logistik. (tfb)

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IAB Brasilien: Internet überholt Zeitungen bei Werbeerlösen

Das IAB Brasil hat Prognosen für die Internet-Werbeumsätze 2012 abgegeben / Copyright: IAB Brasil

Das IAB Brasilien erhebt auch Social Media-, Search- und Classified-Werbeumsätze / Copyright: IAB Brasilien

Beim Free-TV besteht keine Uneinigkeit: Hinsichtlich der Werbeerlöse befindet es sich in Brasilien klar auf Platz eins. Beim zweiten Rang gibt es jedoch unterschiedliche Sichtweisen. Laut des Inter-Meios-Projekt liegen dort in 2012 die Zeitungen mit einem Anteil von 11,2 Prozent und 3,3 Milliarden Real (rund 1,25 Milliarden Euro) Umsatz; gemäß des Interactive Bureau (IAB) Brasilien befinden sich dort jedoch die Online-Werbeerlöse mit 4,5 Milliarden Real (rund 1,7 Milliarden Euro) Umsatz. Wenn man diesen Wert ins Verhältnis zu den Gesamtwerbeerlösen von 30 Milliarden Real (ca. 11,3 Milliarden Euro) setzt, kommt das Internet auf einen Anteil von 11,8 Prozent.

Der Unterschied rührt daher, dass beim Inter-Meios-Projekt lediglich Display-Advertising gezählt wird, das IAB jedoch zusätzlich Social Media-, Search- und Classified-Werbung berücksichtigt.

Für 2013 prognostiziert das IAB Brasilien ein Wachstum von 31,8 Prozent der Online-Werbeerlöse mit einem Wert von sechs Milliarden Real (etwa 2,3 Milliarden Euro).

Untenstehende Grafik zeigt die Zahlen des IAB Brasilien. (tfb)

Online-Werbeerlöse in Brasilien nach Segmenten / Copyright: IAB Brasilien / Übersetzung: "Milhares" = tausend

Online-Werbeerlöse in Brasilien nach Segmenten / Copyright: IAB Brasilien / Übersetzung: “Milhares” = tausend

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Studie: In drei Jahren hat Brasilien einen Computer pro Einwohner

Immer mehr Computer werden in Brasilien verkauft / Copyright: Atlantis - Fotolia.com

Immer mehr Computer werden in Brasilien verkauft / Copyright: Atlantis – Fotolia.com

In den letzten vier Jahren hat sich die Anzahl von Computern in Brasilien verdoppelt. Laut einer Studie des Forschungszentrums für angewandte IT der Wirtschaftsschule der Getulio Vargas-Stiftung (Fundação Getulio Vargas, kurz: FGV) gibt es zur Zeit 118 Millionen Computer im Land (Büro und privater Haushalt); das sind etwa drei Geräte pro fünf Einwohner.

Die Prognose für in drei Jahren geht von einem Computer pro Einwohner aus, das entspricht rund 200 Millionen Rechnern. Auf diese Ergebnisse haben sehr wesentlich die Verkaufszahlen von Tablets Einfluss, die in der Studie als Computer gezählt werden. In 2013 sollen 22,6 Millionen Einheiten verkauft werden. (tfb)

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