2013: Zeitschriften-Auflagen gehen zurück, digitale Ausgaben nehmen leicht zu

Das IVC ist das brasilianische Pendant zur deutschen IVW / Copyright: IVC

Das IVC ist das brasilianische Pendant zur deutschen IVW / Copyright: IVC

Das Jahr 2013 war kein Glanzjahr für die Auflagen gedruckter Zeitschriften in Brasilien. Laut dem brasilianischen Institut zur Verifizierung von Auflagen (Instituto Verificador de Circulação, kurz: IVC), die Entsprechung zur deutschen IVW, sank das Auflagenvolumen im ersten Halbjahr 2013 im Vergleich zu den letzten sechs Monaten in 2012 im Schnitt um 3% und zum gleichen Vorjahreszeitraum um 4,4%.

Die Gesamtauflagen bestehend aus Print- und digitalen Ausgaben gehen auf Jahresniveau um 3,1% zurück, wobei die Abonnements mit -0,04% relativ stabil bleiben, der Einzelhandelsverkauf jedoch mit -9,2% deutlich zurückgeht. Diese Zahl passt auch zu dem Kiosksterben in São Paulo sowie der massiven Kritik vieler brasilianischer Verleger an dem monopolistischen Vertriebssystem, das von einer Tochtergesellschaft des größten brasilianischen Zeitschriftenverlages Abril kontrolliert wird.

Leichter Hoffnungsschimmer sind die von dem IVC gemessenen Digitalversionen. Deren Auflagen stiegen vom ersten zum zweiten Halbjahr 2013 um 5,8%. Allein im Dezember des letzten Jahres machten die digitalen Ausgaben 9,2% aller Titel aus, die auch digital publiziert und an das IVC gemeldet werden.

Um die Auflagenanalysen noch stärker an der aktuellen Entwicklung auszurichten, wird das IVC ab 2014 die Daten vollständig in Print- und digitale Auflagen trennen, um zu wissen, welche Leser Print und Digital, nur Print oder nur Digital kaufen. So sollen die Zahlen besser Aufschluss liefern, wie viele Leser insbesondere zu digitalen Ausgaben wechseln und wie viele reine digitale Neuleser hinzukommen. (tfb)

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