April-Gruppe kündigt umfangreiche Umstrukturierung an

Firmensitz von Abril in São Paulo / Copyright: Wikimedia Commons, FlaviaC

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Der größte brasilianische Zeitschriftenverlag Abril, an dem auch der südafrikanische Medienkonzern Naspers beteiligt ist, hat am Freitag (7.6.) umfassende Restrukturierungsmaßnahmen angekündigt. Damit sollen laut Unternehmensangaben ein besseres „Gleichgewicht zwischen der Inhalteproduktion für Print und Digital“ sowie eine „Ressourcenrationalisierung“ erreicht werden. Das ist als Folge des auch in Brasilien stattfindenden Medienstrukturwandels zu sehen.

Im Rahmen der Restrukturierung wird die Anzahl der Geschäftsbereiche von zehn auf fünf reduziert, und zwar in Veja (größtes brasilianisches wöchentliches Nachrichtenmagazin), Exame (Wirtschaftszeitschrift), Abril Segmentadas (Abril – Segmente), Assinaturas (Abonnements) und Novos Negócios Digitais (neue digitale Geschäftsfelder). Mit der neuen Struktur werden die Bereiche direkt dem Vorstandsvorsitzenden, Fábio Barbosa, zugeordnet. Außerdem wird Victor Civita Neto, der Sohn des kürzlich verstorbenen Veja-Gründers und vormaligen Abril-Chairman Roberto Civita, neuer Vorsitzender des Redaktionsbeirats.

Mit der Fusion der Geschäftsbereiche werden sechs obere Führungskräfte das Unternehmen verlassen. Insgesamt wurde 70 Angestellten gekündigt. Unbestätigte Branchengerüchte gehen davon aus, dass etwa elf Zeitschriften eingestellt werden könnten, u.a. Playboy, der Jugendtitel Capricho sowie das Promimagazin Contigo. (tfb)

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