Brasilianische Filmförderung erreicht in 2012 Rekordniveau

Der staatliche Filmförderungsfonds in Brasilien (Fundo Setorial do Audiovisual) stellt in 2012 mehr Geld als je zuvor zur Verfügung / Copyright: Brasilianische Regierung

Das Steuerungskommittee des Filmförderungsfonds der brasilianischen Bundesregierung Fundo Setorial do Audiovisual (FSA) hat diese Woche den bis lang größten Betrag für Finanzmittel für die Produktion und den Vertrieb von brasilianischen Kino-Langfilmen sowie Fernsehserien verkündet. Die Gesamtsumme für 2012 beläuft sich auf 205 Millionen Real (rund 80 Millionen Euro). In 2011 lag die Förderung bei 84 Millionen Real (ca. 33 Millionen Euro). Außerdem fällt sie um 2,5 Millionen Real höher aus als im Gründungsjahr des Fonds, 2008.

„Brasilien muss wettbewerbsfähiger werden. Es gibt einen sehr großen Binnenmarkt, der stärker für brasilianische Produktionen genutzt werden sollte“, sagte die Kulturministerin Ana de Hollanda, die Teil des Steuerungskommittes des FSA ist, gemeinsam mit Manoel Rangel, dem Präsidenten der staatlichen Filmagentur ANCINE (Agência Nacional do Cinema).

Der FSA verkündete außerdem neue Vergaberichtlinien für die Förderung, in denen u.a. unterjährige Bewerbungen und Genehmigungen vorgesehen wurden und keine Beschränkung auf ein festes Abgabedatum. Damit wolle man mehr Flexibilität für die Filmschaffenden erreichen, den Marktbedingungen stärker gerecht werden und die Zeit für die Antragsbeantwortung auf maximal drei Monate verkürzen können.

Weiterhin wird es vier Förderbereiche (A, B, C, D) geben. A enthält Langfilme mit einem Gesamtbudget von 90 Millionen Real. Filme wie „Chico Chavier“, „Xingu“ und „Bruna Surfistinha“ wurden hier bereits gefördert.

B verfügt über 55 Millionen Real und bietet Unterstützung für Dokumentarfilme und Serien (mit mindestens 52 Minuten je Episode). Zu den geförderten Projekten gehören u.a. der Animationsfilm „Meu amigãozão“ und das Programm „Minuto dos Esportes“.

Der Förderbereich C dient zur Akquisition von Vertriebsrechten für Langfilme mit dem Ziel, unabhängige brasilianische Vertriebsfirmen zu unterstützen, und verfügt über 50 Millionen Real. Die Filme „De pernas pro ar“, „Cliada.com“ und „O palhaço“ haben so Fördermittel erhalten.

D ist fokussiert auf Marketingaktivitäten für Langfilme in Kinos und kann 10 Millionen Real vergeben. Der Dokumentarfilm „Onde a coruja dorme“ hat so beispielsweise Unterstützung bekommen. (tfb)

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