Brasilianisches Institut für Auflagenkontrolle führt Konditionen für kleine Verlage ein

Das IVC ist das brasilianische Pendant zur deutschen IVW / Copyright: IVC

Der Präsident des brasilianischen Pendants zur IVW, dem Instituto Verificador de Circulação (IVC), Pedro Silva, hat an diesem Freitag (19.04.) in Campo Grande (Bundesstaat Mato Grosso do Sul) neue Konditionen vorgestellt, die es auch kleinen, regionalen Verlagen ermöglichen sollen, ihre Auflagen durch das IVC prüfen und ausweisen zu lassen.

In das Programm „IVC MPE“ (MPE = Micro e Pequenos Editores, dt.: Mikro- und Kleinverleger) können Zeitungen aufgenommen werden, deren Auflage bis zu 5.000 Exemplare beträgt und deren Umsatz nicht über 2,4 Millionen R$ pro Jahr liegt. Die Jahresgebühr kostet dann nur 1.600 R$. Bis zum vergangenen Jahr lag diese noch bei 8.000 R$. Damit hofft die IVC auf mehr Mitglieder. „Die MPEs machen mehr als 1.000 Tageszeitungen in Brasilien aus“, so Silva.

Das Programm wurde Anfang 2012 gestartet und wird nun brasilienweit beworben. Seit dessen Einführung haben bereits mehr als 62 Zeitungen Interesse daran bekundet, wobei es sich bei der Hälfte um Gratiszeitungen handelt, die laut Silva bis lang noch nicht durch das IVC geprüft werden. Lediglich die Auflagen der kostenlosen Zeitungen Metro und Destak in São Paulo werden im Rahmen eines Tests einbezogen und können von Agenturen eingesehen werden.

Auch für mittelgroße Verlage, mit Auflagen zwischen 5.000 und 15.000 Exemplaren, hat das IVC eine neues Programm eingeführt. Hier beträgt die Jahresgebühr 7.500 R$.

Zur Zeit prüft das IVC 80 der rund 160 Zeitungen, die vom brasilianischen Zeitungsverband (Associação Nacional dos Jornais, kurz: ANJ) registriert wurden. (tfb)

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