E-Commerce wird in Brasilien strenger reguliert

Online-Shopping in Brasilien hat einen hohen Stellenwert / © DigitalGenetics - Fotolia.com

Online-Shopping in Brasilien wird gesetzlich stärker reguliert / © DigitalGenetics – Fotolia.com

Am 14. Mai trat in Brasilien ein neues Gesetz in Kraft (Decreto Federal 7.962/13), das den elektronische Handel schärferen Regeln unterwirft. Bis lang gibt es in Brasilien kein Regelungen, die exklusiv für E-Commerce gelten. Durch das neue Gesetz sollen nun Lücken geschlossen werden, die das Verbraucherschutzrecht bis lang nicht abbildet.

Eine der neuen Regeln legt fest, dass Firmen, die über das Internet verkaufen an einer leicht zu findenden Stelle Basisinformationen wie Firmenname, Adresse, Steuernummer des Unternehmens aufführen müssen.

Darüber hinaus ist jetzt die Existenz eines Kundenservices vorgeschrieben, an den Reklamationen gesendet und Rückfragen zum Kaufvertrag, Produkt oder der Dienstleistung gestellt werden können. Bei Gruppenkaufseiten (wie bspw. Groupon) muss die Minimumanzahl der notwendigen Käufer genannt werden, um die Sonderkonditionen zu erhalten.

Außerdem werden E-Commerce-Firmen jetzt verpflichtet, bestimmte Verbraucherschutzregelungen umzusetzen, wie die Rückgabemöglichkeit ohne Angabe von Gründen innerhalb von sieben Werktagen und das Abholen dieser Ware ohne Kosten für den Kunden.

Geplant, aber noch nicht verabschiedet, ist ein Gesetzestext, der bei bestimmten Produkten eine sofortige Problemlösung des Verkäufers vorsieht, solange sich die Ware noch innerhalb der Garantie befindet. Diese Produktliste soll innerhalb von 30 Tagen nun von der Bundesverbraucherkammer (Câmara Nacional de Relações de Consumo) erstellt werden.

Für die Zukunft wird mit weiteren Regelungen für den E-Commerce in Brasilien gerechnet. (tfb)

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