WhatsApp überholt Facebook Messenger in Brasilien

WhatsAppFacebook ist zwar weltweit und in Brasilien das populärste Soziale Netzwerk, im Bereich Nachrichtenaustausch gewinnen jedoch andere Systeme immer mehr Nutzer. Eine gerade veröffentlichte Studie von On Device Research zeigt, dass in Brasilien WhatsApp bereits von 72% der brasilianischen Smartphone-Nutzer bevorzugt wird, der Facebook Messenger jedoch von lediglich 49%. Skype liegt bei 30%.

WhatsApp Brasilien

Allerdings ist die Stichprobe der Untersuchung relativ klein gewesen. On Device Research hat 3.759 Smartphone-User in den USA, China, in Brasilien, in Süd-Afrika und Indonesien befragt. In den drei zuletzt genannten Ländern führt WhatsApp.

Seit kurzem wird in Brasilien außerdem stark die vor allem in China beliebte App WeChat beworben, u.a. mit Fussballstar Neymar, der die Vorzüge in einem TV-Spot darstellt:

(tfb)

 

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Rekord-Smartphone-Verkäufe in Brasilien

Smartphones stoßen in Brasilien auf großes Interesse / Copyright: multicanarias - Fotolia.com

Verkaufsrekorde für Smartphones in Brasilien / Copyright: multicanarias – Fotolia.com

Im dritten Quartal dieses Jahres wurden laut dem Marktforschungsunternehmen IDC 10,4 Millionen Smartphones in Brasilien verkauft, das sind 147% mehr als im Vorjahreszeitraum und plus 20% im Vergleich zum Vorquartal. Die meisten dieser Geräte (90%) sind mit dem Android-Betriebssystem von Google ausgestattet.

Der Verkauf der sogenannten „feature phones“ mit einfacher Ausstattung ging hingegen um 33% im Vergleich zum Vorjahr und 5% im Vergleich zum Vorquartal zurück, mit einem Gesamtabsatz von 7,5 Millionen Geräten in dritten Quartal 2013. Insgesamt wurden somit 17,9 Millionen Mobiltelefone verkauft.

Interessant wird der Verkauf der Telefone mit Firefox OS in Brasilien zu beobachten sein. Es handelt sich dabei um vollwertige Smartphones, die zu sehr günstigen Preisen angeboten werden und deren Betriebssystem vollkommen offen ist und somit auch günstige App-Preise ermöglicht. (tfb)

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Brasilianische Top 10-Sites nach Traffic gemäß ComScore

Logo ComScore

Logo ComScore

Laut ComScore sind die folgenden Portale in Brasilien die zehn größten Traffic-Generierer. Allerdings beinhalten die ComScore-Zahlen keine mobilen Zugriffe und keine Nutzung aus Internet-Cafés; beides spielt in Brasilien eine wichtige Rolle.

 

1.) Google Sites: 70,8 Millionen Unique Visitors (UV)

2.) Facebook: 64,4 Millionen UV

3.) UOL: 56,9 Millionen UV

4.) Microsoft Sites: 54,9 Millionen UV

5.) R7: 49,7 Millionen UV

6.) Globo.com: 49,1 Millionen UV

7.) Terra: 48,3 Millionen UV

8.) Yahoo Sites: 46,6 Millionen UV

9.) iG: 32,1 Millionen UV

10.) Wikimedia Foundation: 29,5 Millionen UV

Insgesamt wird in Brasilien bei ComScore von 76,9 Millionen Unique Visitors ausgegangen. (tfb)

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Spanische Tageszeitung El País startet brasilianisches News-Portal

El País in Kürze mit brasilianischer Online-Ausgabe / Screenshot elpais.com

El País in Kürze mit brasilianischer Online-Ausgabe / Screenshot elpais.com

Die PRISA-Gruppe, zu der Spaniens auflagenstärkste Tageszeitung El País gehört, plant, ein lokales brasilianisches Nachrichtenportal zu starten. Es gibt seit einigen Monaten auf der internationalen Website von El País bereits einen Kanal mit portugiesischen Artikeln; diese wurden aber bis lang lediglich aus dem Spanischen übersetzt. Das brasilianische Portal wird lokale Redakteure beschäftigen und eigene regionale Inhalte produzieren. Der Launch ist für das erste Halbjahr 2014 vorgesehen.

El País hält die Internationalisierung für sehr wichtig, da laut Juan Luis Cebrián, CEO de PRISA-Gruppe, mehr als 16 Millionen der Unique Visitors von außerhalb Spaniens, im wesentlichen vom amerikanischen Kontinent, kommen. (tfb)

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Smartphones und Tablets auf Einkaufsliste von Brasiliens Slum-Bewohnern

Favela in São Paulo / Copyright: Cifotart - Fotolia.com

Favela in São Paulo / Copyright: Cifotart – Fotolia.com

Mit einer steigenden Anzahl von Modellen und sinkenden Preisen werden Smartphones und Tablets auch zunehmend von den ärmsten brasilianischen Bevölkerungsschichten, die oftmals in Slums – sogenannten Favelas – leben, gekauft. Bereits jeder fünfte Favela-Bewohner verfügt über ein Handy mit Internetzugang.

Das zeigt die Studie „Konsum in brasilianischen Favelas“ des zur Data Popular-Gruppe gehörenden Marktforschungsinstitutes Data Favela, das sich auf die armen Bevölkerungsschichten spezialisiert hat. Teile der Untersuchung wurden jetzt in der brasilianischen Wirtschaftszeitung Valor veröffentlicht. Für die Studie wurden 2.000 Personen in 63 Favelas in zehn brasilianischen Bundesstaaten befragt.

„Das Smartphone ist eindeutig ein Massenprodukt“, sagt Renato Meirelles, Chef von Data Popular, „und Tablets bewegen sich in die gleiche Richtung.“ Laut Meirelles planen 10% von den 11,7 Millionen Favela-Bewohnern den Kauf eines Tablets innerhalb der nächsten 12 Monate. Es gibt in Brasilien schätzungsweise 2.000 Favelas mit einem Gesamtmarktvolumen von im Jahr 63 Milliarden Real (circa 21 Milliarden Euro).

Die Nutzung von Mobiltelefonen und Tablets ist auch der größte Antreiber für die Internetnutzung in den Slums. Fast die Hälfte der dortigen Bevölkerung geht mobil online, sei es per „normalem“ Handy, Smartphone oder Tablet; Tendenz steigend.

Laut der Studie haben 85% der Favela-Bewöhner ein Mobiltelefon, von denen 25% zwei oder mehr SIM-Karten haben (was ein für Brasilien typisches Phänomen ist, um so günstiger zwischen den gleichen Anbietern sprechen zu können), 90% telefonieren über Pre-Paid-Tarife.

Die führenden Provider sind OI und TIM, die günstigere Preise für Telefonate zwischen verschiedenen Bundesstaaten anbieten. Das ist für Favela-Bewohner attraktiv, da sie oft aus einer anderen Region migriert sind. So haben beispielsweise 65% der Bewohner von Slums im Südosten Brasiliens Verwandte im Nordosten des Landes.

Von denjenigen, die Internetzugang haben, gehen einer von vier Slum-Bewohnern jeden Tag online und mehr als die Hälfte geht mindestens einmal im Monat ins Internet. (tfb)

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Abril startet Huffington Post in Brasilien

Huffington Post Spanien

Die Huffington Post, hier die spanische Ausgabe, startet in Kürze in Brasilien / Screenshot

Die brasilianische Abril-Gruppe, Lateinamerikas größter Zeitschriftenverlag, wird das News-Portal Huffington Post launchen, so Fábio Colletti Barbosa, Abrils CEO, und Arianna Huffington, CEO der Huffington Post Media Group, in einer offiziellen Mitteilung. Laut Branchengerüchten soll die Seite noch in diesem Jahr online gehen und den Namen „Brasil Post“ tragen.

Die sogenannte „HuffPost“ bringt damit ihre achte internationale Ausgabe heraus. Sie wird neben den USA bereits in Frankreich, Spanien, Kanada, Japan, Italien, Großbritannien und Nord-Afrika (Maghreb) veröffentlicht. Das deutsche Portal soll noch in diesem Jahr, in Zusammenarbeit mit Focus Online, starten.

Die HuffPost gehört inzwischen zur AOL-Gruppe und bietet ihre Inhalte kostenlos, ohne jegliche Paywall, an. Die Inhalte werden von mehr als 50.000 Bloggern angereichert. In den USA hat das Newsportal laut comScore 47 Millionen Unique Visitors und weltweit 77 Millionen (Mai 2013).

Die HuffPost sollte in Brasilien eigentlich bereits im Jahre 2011 gestartet werden, die Partnersuche und die Verhandlungen haben jedoch länger als erwartet gedauert. Die Gruppe sieht in Abril den richtigen und einen starken Partner. Allerdings macht das brasilianische Medienunternehmen zur Zeit eine schwere Zeit durch. Im Mai diesen Jahres starb der CEO Roberto Civita und im Juni vollzog Abril eine umfassende Umstrukturierung, bei der mehrere Zeitschriftentitel eingestellt wurden und einige hundert Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz verloren. Außerdem stellt Abril seine Beteiligung an MTV Brasilien zur Zeit zur Disposition, da es nicht gelang, den Fernsehsender rentabel zu betreiben. (tfb)

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