PwC-Studie: Brasilien 2016 auf Platz sieben der umsatzstärksten Medien-/Unterhaltungsmärkte

Die Studie „Global Entertainment and Media Outlook: 2012-2016“ der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC sieht Brasilien in 2016 auf Platz sieben der umsatzstärksten Länder in den Bereichen Medien und Unterhaltung mit einem Umsatz von knapp unter 65 Milliarden US-Dollar und einem durchschnittlichen Wachstum pro Jahr von 2011 bis 2016 in Höhe von 10,6 Prozent (s. Grafik). Damit hat Brasilien das zweitgrößte Wachstum nach China (12 Prozent).

13 Länder hatten in 2011 Entertainment- und Media-Umsätze oberhalb von 25 Milliarden US-Dollar, angeführt durch die USA mit 464 Milliarden US-Dollar. China hat Deutschland in 2011 überholt und wurde drittgrößter Unterhaltungs-/Medienmarkt. Brasilien hat Südkorea in 2011 überholt und wird in den nächsten fünf Jahren Canada sowie Italien hinter sich lassen und somit auf Rang sieben landen.

Copyright: 2012 PwC Global Entertainment & Media Outlook

Insbesondere sticht in Brasilien das Wachstum des Pay-TV-Marktes heraus. (Wir berichteten bereits in einem anderen Zusammenhang.) Damit verdrängt das Land in Lateinamerika Kolumbien von Platz eins (s. Grafik). PwC rechnet damit, dass die Pay-TV-Aboumsätze in Brasilien im Schnitt 14,4 Prozent pro Jahr wachsen werden.

Copyright: 2012 PwC Global Entertainment & Media Outlook

Brasilien gehört auch zu den Märkten mit den höchsten Endverbraucherausgaben für Medien- und Unterhaltungsprodukte. Von den Ländern, die in 2011 mehr als zehn Milliarden US-Dollar für den Unterhaltungs-/Medienkonsum ausgeben, wachsen am schnellsten bis 2016 China (CAGR von 9,9 Prozent), Indien und Brasilien (beide neun Prozent).

Hinsichtlich der am schnellsten wachsenden Werbemärkte befindet sich Brasilien auf Platz vier (s. Grafik) mit einem CAGR (2011 bis 2016) von neun Prozent, nach China (14,6 Prozent), Russia und Indonesien (beide 13,1 Prozent).

Copyright: 2012 PwC Global Entertainment & Media Outlook

Zur Studie: PwC analysiert jährlich die Schlüsseltrends in der weltweiten Unterhaltungs- und Medienbranche. Aus den Trends werden Umsatzprognosen für 13 Teilbranchen des Medienmarktes in 48 Ländern abgeleitet. Zu den beobachteten Segmenten zählen Internet (Werbeeinnahmen und Zugangsentgelte), Fernsehen (Werbung, Gebühren und andere Entgelte, beispielsweise für Pay-TV), Musik (unter anderen Tonträgerverkauf und Downloads), Film (Kino, DVD-Verkauf und -Verleih sowie Downloads), Videospiele und Radio. Hinzu kommen die Verkaufs- und Werbeerlöse der klassischen, überwiegend nicht-elektronischen Medien (Zeitungen, Fach- und Publikumszeitschriften sowie Bücher) und Außenwerbung. (tfb)

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Mobile, Online, Print, TV und mit folgenden Schlagwörtern versehen: , . Permalink.

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *