Werbeumsätze in Brasilien wachsen knapp sechs Prozent in 2012 / Zeitschriftenauflagen sinken um 4,6 Prozent

Das Inter-Meios-Projekt sammelt und veröffentlicht die brasilianischen Werbeumsätze / Copyright: Projeto Inter-Meios

Das Bruttoinlandsprodukt ist in Brasilien in 2012 lediglich um 0,9 Prozent gewachsen. Der brasilianische Werbemarkt sieht im Vergleich dazu und zu der Entwicklung von anderen internationalen Werbemärkten deutlich besser aus.

Das Gesamtbruttowerbevolumen betrug in 2012 30,16 Milliarden Real (rund 11,8 Milliarden Euro) und liegt damit 5,98 Prozent über dem Vorjahreswert. Die Zahlen stammen von dem Inter-Meios-Projekt, an das die teilnehmenden Medien ihre Werbeschaltungen berichten. Wenn man den Wachstumswert mit der Inflation 2012 in Höhe von 5,84 Prozent relativiert, zeigt sich ein insgesamt stabiler Markt.

Damit befindet sich Brasilien laut Daten von Zenith Optimedia auf Platz sechs der größten Werbemärkte nach den USA, Japan, China, Deutschland und Großbritannien. Bis 2015 soll Brasilien Großbritannien überholt haben.

Die größten Wachstumsraten hatten in 2012 das Kino (+22,34 Prozent) – allerdings auf kleinem Niveau und Pay-TV (+12,26 Prozent) zu verzeichnen. Am schlechtesten schnitten Verzeichnisse/Listen (-14,83 Prozent) und Zeitschriften (-5,43 Prozent) ab.

Untenstehende Liste zeigt die absoluten Werbeumsätze der Medien sowie deren Veränderung zum Vorjahr.

Quelle: Projeto Inter-Meios

Quelle: Projeto Inter-Meios

Das IVC ist das brasilianische Pendant zur deutschen IVW / Copyright: IVC

Abgesehen von dem starken Anzeigenrückgang bei den Zeitschriften leidet dieses Segment auch noch unter zurückgehenden Auflagen. Das brasilianische Auflageninstitut IVC (Instituto Verificador de Circulação) hat an diesem Montag (18.3.) aktuelle Zahlen veröffentlicht, die zeigen, dass die Durchschnittsauflage der Zeitschriften in 2012 um 4,6 Prozent zurückgegangen ist. Letztes Jahr wuchsen die Auflagen noch minimal um 0,3 Prozent.

Am stärksten hatte laut IVC die 14täglichen Titel zu leiden mit einem Auflagenrückgang von 9,7 Prozent. Die monatlichen verloren 6,1 Prozent und die wöchentlichen 3,6 Prozent an Auflage. Der Einzelverkauf ging um 8,9 Prozent zurück, die Abonnements um ein Prozent.

Allerdings übermitteln bis lang nur wenige Verlage umfänglich die Auflagen ihre digitalen Zeitschriftenausgaben. Durch diese könnte der Rückgang reduziert oder gar umgekehrt werden. (tfb)

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